LWS1, stabiles – angenehmes Wetter und die Motivation, etwas eher Außergewöhnliches an zu gehen, verleitete mich zur Unternehmung. Weil die angekündigte Warmfront unter anderem dafür sorgen wird, dass die Wiesen südlich vom – treffenderweise – Wiesenweg – wieder grün werden, war das ein weiterer Grund, direkt daheim, vor der Haustüre, aufzubrechen.

der Schnee war noch immer hartgefroren – trotz Plusgraden – das hielt sich bis zur Rückkehr am Nachmittag. Die kleine Tragestrecke vor dem Götzner Berg durch den Wald kann man – im wahrsten Sinn des Wortes – ertragen….

Bald schon war die mit Kunstschnee perfekte Götzner Schiabfahrt erreicht. Von dort aus konnte man in weiterer Folge das Ziel schon gut einsehen – wenngleich ich kaum jemanden kenne, der sich die Besteigung von dieser Seite aus an tut.

wann und für wen die nun schon das zweite Jahr gebaute (und immer abgesperrte) Riesenschanze unterhalb vom Götzner Schihüttl ist, hat sich mir bis gestern noch nicht erschlossen. Rechts oberhalb der Bergstation leuchtet mein Ziel heraus.

Ich war derart motiviert, dass ich dann aber 100 Fleißhöhenmeter absolvierte, weil ich versuchte, viel zu weit oben hinüber Richtung Ziel zu queren. Das erforderte eine Fellabfahrt im unguten Grieselpulver, eben diese 100 Höhenmeter, um auf die Aufstiegsspur derer zu kommen, die von Mutters aus starten.

das Ziel ist schon in verlockender Sicht, aber vorher war noch abrutschen gefragt – das Eintreffen bei der Spur war wie „Farbe finden“ (wer kennts?)

Der weitere Aufstieg führt in einen schönen Boden, der überleitet ins steile Aufstiegskar. Ich würde sagen, dieses ist der kleine Bruder vom Ampferstein.

der erwähnte weite Boden links, eine meistens recht angenehm angelegte Aufstiegspur im Kar und der Blick vom Gipfelgrat Richtung Aufstieg, der stark an die selbe Perspektive vom Ampferstein erinnert (siehe Bild Nummer 4).

die letzten Meter vor der Scharte waren bald geschafft. Die Schi ließ ich liegen und absolvierte das Finale zu Fuß auf den Gipfel. Oben beobachtete ich Abfahrer von der Nockspitze, die herüber querten. Und der Blick ins Inntal ließ keine Wünsche offen.

die Abfahrt war dann recht passabel, natürlich, ob der langen Niederschlagspause war von staubendem Pulver nichts übrig. Ich stand dann vor der Wahl, nach Mutters abzufahren oder wieder zur Pfriemes Bergstation hinüber zu queren, was ein abermaliges Auffellen notwendig machte. Das tat ich auch deshalb, um wieder direkt vor die Haustüre zu fahren.

ein paar schöne Naturschneeabfahrtsmulden, die Querung zurück nach Pfriemes und das finale Wanderstück zu den Wiesen, die mich für die Fahrt nach Hause wieder empfingen.

Fazit: für die kleinen Abenteuer muss man oft nicht weit fahren. Augen auf und vor der Haustüre suchen (und finden :-)).

Hilli, 25.1.2025

Von Christian

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