mein Wunsch war es, in guter Höhe zu wandern, weil es im Tal über 30 Grad hatte. Den einfachen Weg, zum Beispiel ins Kühtai zu fahren und dort zu starten, wollte ich aber nicht wählen. Da kam die Idee auf, über den wilde Bande Steig zur Bettelwurfhütte zu wandern. Gesagt – getan. Unterwegs im Halltal – kurz nach Magdalena – wurde ich auf den „Hirschbadsteig“ aufmerksam (den ich bis dahin nie beachtet, geschweige denn „im Auge gehabt“ hätte). Statt weiter zu den Herrenhäusern zweigte ich auf den Steig ab und war bei Ankunft am Issanger begeistert vom flachen wiesigen Hochplateau.






Von dort führte der Weg weiter aufs Lafatscher Joch. Oben frischte der Wind auf – und genau das habe ich gesucht.




Eine feine Brise begleitete mich sodann bis zur Bettelwurfhütte.





Dort gabs Kaspressknödel mit Salat und zwei feine saure Radler. Der übliche Weg zum Bettelwurfeck hatte es noch einmal in sich. Weiter oben war es eine regelrechte Hitzeschlacht durch die Latschen. Dort, wo sich diese lichteten, kam Gottseidank wieder etwas kühlere Luft durch. Unten – bei der Wechselreise – war der Weg durch Unwetter leider hart gangbar. Das kostete einem Stecken das Leben, weil ich im steilen Grobschotter das Gleichgewicht verlor und ihn dadurch knickte.




Beim Brunnen nach dem Eck füllte ich noch einmal flüssiges Gold auf. Den krönenden Abschluss der Tour bildeten zwei Kneipprundgänge beim Spielplatz am Taleingang. Man mochte es kaum glauben, das Wasser war derart kalt, dass nach einer Runde das Becken verlassen werden musste, weils „ziemlich zog“ in den Beinen 🙂

Danach gings mit dem Roller durch die Martha-Dörfer (wie auch bei der Hinfahrt) – gemütlich nach Hause.
Hilli, 11.7.2026
