Erzherzog Eugen Weg (oder Hochstubai -Panoramaweg) vom Timmelsjoch zum Brunnenkogelhaus

Die Tour hatte ich mir schon länger vorgenommen. Aber die Anreise musste mit Öffis sein und verschlang einen halben Tag, daher sollte Zeit im Überfluss vorhanden sein. Dies SOLLTE ab 1.7.26 der Fall sein, aber der „unendliche Urlaub“ beginnt nun erst am 1.9.2026 (mir auch egal).

Bereits die Anreise war ein kleines Abenteuer. Aufgrund des Patroziniums mit Aufmarsch der Musikkapelle, genau dann, als der Bus abfahren sollte, versäumte ich schon mal den Zug nach Ötztal-Bahnhof. Und in weiterer Folge den richtigen Bus, der von Obergurgl weiter bis zum Timmelsjoch fuhr. Plan B war, den nächsten Zug nach Ötztal-Bahnhof zu nehmen und dann den nächsten nach Obergurgl. Vom Abzweig nach Hochgurgl versuchte ich mein Glück als Autostopper. Bald schon nahm mich ein „Fröschl-Baustellenauto“ mit, aber leider nur bis zur Mautstelle. Ich dankte den Burschen und platzierte mich nach der Maut, wo ich das große Glück hatte, dass ein Minibus der Firma Eurobike, unterwegs nach Pfelders, sich meiner erbarmte. Wir plauschten und im Nu musste ich ihn bremsen und bitten, dass er mich – wo Platz ist – aussteigen lassen soll. In Summe hatte ich schwach 50 Minuten zum Original-Fahrplan verloren.

Beim Startpunkt am Timmelsjoch sucht man Wegweiser vergebens. Den Weg selbst findet man sofort. Und da kein weiteres Ziel von dort zu erwandern wäre, kann man getrost (in die zumindest richtige Richtung) aufbrechen. Bei frischem Wind (am Vortag gab es noch Schnee in Höheren Lagen) war die Geherei sehr angenehm.

Was besonders auffiel, war die sehr klare Luft. Den Rest lasse ich einige Bilder erzählen:

Am Startpunkt, ein verfallenes Gebäude und ein letzter Blick nach Südtirol

wer gerne wandert, kommt hier voll auf seine Kosten. Mein Extra: vollkommene Einsamkeit. In der Hochsaison ist der Weg besser besucht

zum Finale hin gehts über einige Gipfel, immer human. Ich bewerte es als „schwarzen Pfad“ – wen das Wort „Kettenversicherungen“ abschreckt, diese sind mit einem Geländer im Stiegenhaus vergleichbar (und beim Treppensteigen in den 2. Stock hat vermutlich auch niemand Angst :-)).

vom letzten erstiegenen Gipfel sieht man die Hütte – ein Rückblick auf die Brunnenkögel – und schließlich und endlich am Ziel

Mit der Hüttenbelegung hatte ich großes Glück. Mit mir waren in Summe noch 4 andere Gäste anwesend. Ich bekam ein 6-Bett Zimmer mit dem Hinweis, dass noch 2 Gäste später kommen werden. Die kamen aber NICHT – so konnte ich hemmungslos schnarchen 🙂

Fazit: Mikroabenteuer warten vor der Haustüre noch zuhauf……..

Hilli, 2.7.26

Von Christian

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