gestern kam ich gegen 16:45 Uhr beim Brunnenkogelhaus an. Reserviert hatte ich nicht, irgendwie wollte ich mir die Entscheidung offen lassen, ob ich vielleicht noch weiter (ins Tal) gehe. Gut dass ich mich für eine Nächtigung entschieden habe. Zwar nicht wegen dem Wetter – das war am nächsten Tag – mit dauernden Nieselschauern – übel. Aber stressfreier war es und nach dem Frühstück brach ich gleich um 8.00 Uhr auf. Ich entschied mich für den Abstieg über das Windachtal, fast am Weg (75 Minuten Zusatzzeit und 240 Höhenemter im Aufstieg), lag der Warenkarsee, den wollte ich noch „mitnehmen“.
Und dann passierte das, was leider immer wieder mal vorkommt: trotz Vorhandensein einer Karte, trotz dem Wissen, dass es einen Wegweiser gibt, der den (sicheren) Abzweig zeigt, meinte ich, eine Abkürzung nehmen zu müssen. Leider war diese 1 Kurve zu früh. Ergebnis: 300 Höhenmeter „für die Fisch“ und sicher 1,5 h Zeitverlust.



dort oben, hinter dem Moränenhaufen, da muss der See sein (glaube ich) – neugierig auch auf den in der MItte dargestelten „Tempelstein“ – aber leider, hinter dem Geröllhaufen am letzten Bild war………..NICHTS 🙁
Auf mich selber sauer kam ich zum erwähnten Wegweiser und trottete sauer dran vorbei. „i mag nimmer“ – noch 5 Schritte und der Gedanke, dass es doch schade um den Anblick des schönen Sees sei, lies mich kehrt machen. Immerhin brauchte ich ja auch eine „Sehenswürdigkeit“ für den Bericht. In Ruhe erklomm ich die paar Höhenmeter und freute mich dann auf den herrlichen Anblick.

Am Weg zurück wollte es einfach nicht aufhören zu nieseln. Von außen der Regen, von Innen der Dampf, fein war das Gehen nicht mehr. Immerhin war ich gut genug drauf, bis „Fiegels Hütte“ und noch ein gutes Stück weiter, ohne Pause zu marschieren. Dort wo der Pfad vom Forstweg in den Wald abzweigt, machte ich, nach knapp 5 Stunden unterwegs, Pause und gönnte mir trockene Kleider und jausnete alles, was im Rucksack noch Essbares war.
Danach lachte bald Sölden zu mir und das Pech der Anreise wandelte sich zum Glück bei der Heimfahrt. Ankunft Sölden 14:03 – Abfahrt mit dem Bus um 14:08 – die Anschlüsse alle planmäßig erreicht und somit war ich gegen 16:15 Uhr daheim.
Von diesem Tag lernte ich, dass die schönsten Touren auch möglich sind, wenn man mit den Öffentlichen fährt. Zudem kann man mit der VVT App ein durchgehendes Ticket von Sölden nach Birgitz online erwerben (so natürlich auch umgekehrt – von Birgitz nach Timmelsjoch). Die Fahrt von Sölden nach Hause kostete somit € 22 – bei Einzlbuchungen würde es sich auf etwa € 35 (!) summieren.
Hilli, 3.7.26
