am 14.7.2007 war bereits einmal eine „Abordnung“ von uns (Hannes, Wolfi, Gert und ich) in Nauders. Damals gings auf dem „Goldweg“ auf die Bergkastelspitze. Dieser Klettersteig wurde aber wegen eines massiven Felsausbruchs rückgebaut und durch den viel moderateren Goldgrat Klettersteig ersetzt. Die Massen stürmten heute dort hinauf. Der Anstieg ist nur 5 Min vom Lift und die Schwierigkeiten halten sich auch in Grenzen.
WIR hingegen suchten uns den ergiebigeren Ausflug aus und wählten den Tirolerweg. Ich musste gestehen, ich habe mich extrem schlecht vorbereitet (in meinen Taschen war das Topo vom Goldweg). Marco hingegen war schon wesentlich besser informiert (zumindest, was den Aufstieg anlangt). Er wusste ÜBER DEN bestens Bescheid. Nur, der Abstieg hat ihn nicht so interessiert, was sich später als nicht Vorteilhaft erwiesen hat.
Wir gönnten uns das Tagesticket zu € 28,50 (geht) und nahmen zuerst Kabinenbahn und dann Sessellift zum Ausgangspunkt. Mit guten Wegweisern konnten wir unseren „Tirolerweg“ problemlos finden. Die erste Hürde war das „steinerne Meer“. Weg: wenig – Blockwerk: VIEL!



Den Einstieg – nach einer ersten Steilpassage im Schotterkar – fanden wir gleich. 20 min vor uns 2 weitere (und somit wir 4 die einzigen an diesem Tag) Besteiger. Gleich der Anfang wartete mit einer „D-Stelle“ auf, was mich daran erinnerte, dass Arm- und vor Allem GRIFFKRAFT (:-)) lange nicht mehr die eines 35 jährigen sind. Der Steig gestaltete sich abwechslungsreich, forderte uns sehr wohl – war aber gleichzeitig nicht unschaffbar.






Am Gipfel gab es einen Blick nach Italien – zu unseren Füßen lag der Reschensee. Ein paar versicherte Passagen im Abstieg brauchte es noch (bis zu C) – bevor eine weitere Hürde – das Kar bis zum steinernen Meer zu nehmen war.





Dies hatte Marco im Vorfeld nicht besonderes interessiert, daher hat er die Wegbeschreibung einfach nicht fertig gelesen. Am Ende des Hardcore-Kars rüsteten wir um und verstauten die Klettersteigutensilien im Rucksack. Nicht ohne die letzten 45 Min im Absturzkar noch einmal zu besprechen. Den folgenden Teil der Routenbeschreibung hat Marco bei der Recherche nämlich ignoriert 🙂 (weil, „runter ist eh immer ein Weg“)
Nach der Gipfelrast auf der Plamorderspitze ist die Tour bei weitem noch nicht zu Ende und ab hier heißt es nochmals vollste Konzentration für den Abstieg! Der Abstieg vom Gipfel ist zunächst geht zunächst gut gesichert über eine Steilstufe (B/C) hinab zu einem markanten Band. Dieses nun in westlicher Richtung mit der Schwierigkeit A und A/B folgen. Danach geht es kurz auf die Südseite um einen Felszacken herum. Es folgt noch ein kurzer Gegenanstieg und dann geht es in ein sehr unangenehmes Schotterfeld hinab – hier sollte jeder Schritt und Tritt wohl bedacht sein!
Dieses Schotterfeld ist sehr steil und geröllig mit großen Steinn und somit zum abfahren absolut ungeeignet und man ist heilfroh, wenn man die Abzweigung zum Klettersteig erreicht hat!
Die Steinpassage haben wir danach fast tänzelnd bewältigt, wenn auch die Füße nicht mehr gar jedem Befehl folgten.


Und obgleich wir kurz nach 9.00 Uhr in der Gondel saßen, dauerte es bis ca 15:15 Uhr, dass wir wieder bei der Bahn eintrafen. Zeit genug, um noch ein paar € in die Gastronomie zu investieren. Es war uns aber klar, dass ewig viel Zeit zum sich spielen nicht vorhanden gewesen wäre.
Fazit: Klettersteig ist voll lässig und fordert einen – YES !!
Hilli, 4.7.2026
