Ich war Taxi für MarTina, die mit Ihrer Freundin um 6.00 Uhr von Innsbruck nach Kroatien aufbrach. Das gab MIR die Gelegenheit, gleich im Anschluss – im Kühlen – auf den Berg aufzubrechen. Weil die Rumerspitze sowieso ein lässiges Ziel ist, dachte ich, eine Überschreitung passt gut ins Tourenbuch. Ich brach beim Rumer Waldspielplatz auf und wählte einen unüblichen Weg, vorbei an der Rumer Alm – die ich nicht sah – auf Weg 218 + 5 zum Kreuzjöchl.





Danach begann eine leichte Kraxelei, bis zur Scharte, die man nach Norden abfahren kann. Kurz davor traf ich die „Rumerspitz-Legende Hans Hölbling“, der nicht nur sympathisch sondern auch extrem sportlich ist (er kam gerade vom 120. Gipfelbesuch HEUER (!!) zurück). Wer keine Idee hat, was das bedeutet, Hans ist heuer schon 4,5 x pro – JEDER – Woche (!) auf der Rumerspitze gewesen. Hut ab. Danach gings etwas ausgesetzt durch einen Kamin und über einen Felsrücken, bevor der Steig gutmütiger bis zum Gipfel führte. Der Ausblick auf Innsbruck ist sagenhaft. Der Abstieg über den Westgrat ist etwas ausgesetzter, aber immer mit guten Griffen und Stufen zu klettern.





Unten in der Arzler Reissn fuhr ich im Schotter ab und konnte so cirka 500 Höhenmeter recht zügig hinter mich bringen. Weiter unten beim Forstweg brannten die Sohlen ziemlich. Ich wußte aber, wo es Kühlung gab – das flüssige Gold musste auch dringend in meine Kehle, die Vorräte waren aufgebraucht.



Mit Gelassenheit und Ausdauer kam ich bald beim Auto an.
Fazit: Rumerspitz`, einmal pro Saison musst Du SOWIESO her 🙂
Hilli, 9.7.2026
